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Das Marktcafe Marktcafe der Schule am Klosterplatz in Osterholz-Scharmbeck Bei der Schule am Klosterplatz handelt es sich um eine Schule für Geistige Entwicklung. Sowohl die Lage der Schule als auch das Stadtteilgeschehen um die Schule herum – Kirchengemeindeleben, Wochenmarkt, Grundschule, Amtsgericht, kleine Geschäfte – provozieren dazu, sich nach außen zu zeigen und sich in Stadtteilaktivitäten einzubringen. Ein Teil dieses Geschehens ist das Marktcafe, das jeden Donnerstag von 8.00 – 15.00 Uhr für die Öffentlichkeit als Cafe betrieben wird, und in dem pro Jahr vier verschiedene Ausstellungen regional und überregional bekannter Künstler gezeigt werden. Unsere Intention ist es, zum einen unsere Schule für die Öffentlichkeit kontinuierlich transparent zu machen und für unsere Schülerinnen und Schüler durch die Kommunikation mit außerschulischen Partnern, Freunden und Gästen der Schule integrative Handlungsfelder erfahrbar zu machen. Das Marktcafe mit allen seine Vor- und Nacharbeiten ist fester Bestandteil des Unterrichtes in der Abschlussstufe (d.h. der Schuljahrgänge 10 – 12). In dieser Stufe werden die Jungendlichen und jungen Erwachsenen auf die Lebenssituationen vorbereitet, in die sie als handelnde und erlebende Erwachsene gestellt sein werden. Ebenso werden sie durch das Angebot einer breit angelegten vorberuflichen Bildung auf eine Ausbildung und auf die Arbeitswelt vorbereitet. Die Arbeit im Marktcafe bietet gute Möglichkeiten, einen persönlichen Bezug zur Arbeit zu entwickeln, eine Arbeitsmotivation und Engagement im Rahmen von Arbeit aufzubauen. Durch die Präsenz der Öffentlichkeit im Marktcafe ist eine größtmögliche Authentizität für die Schülerinnen und Schüler gewährleistet.
Folgende Ziele werden durch die unterschiedlichen Arbeitsprozesse im Marktcafe ermöglicht: Vorraussetzungen der eigenen Persönlichkeit als zukünftiger Arbeitnehmer Ø Kooperationsfähigkeit Ø Teamfähigkeit Ø Entwicklung einer kontinuierlichen Arbeitshaltung Ø Lernen und Erfahren der Zusammenhänge von Arbeitsprozessen Dienstleistungsbereich Ø Bedienen und Servieren Ø Entgegennahme von Bestellungen Ø Beachten von Umgangsformen Ø Beachten von Kundenwünschen Ø Übernahme von Auslieferungsdiensten Hauswirtschaftsbereich Ø Beachten von Hygienemaßnahmen beim Umgang mit Lebensmitteln Ø Kennen lernen des Weges vom Nahrungsmittel zum Verbraucher Ø Herstellen von Kuchen und Gebäck Ø Zubereitung von Getränken
An dem Projekt Marktcafe sind jeweils für ein Schuljahr sieben Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlich hohem Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung aus drei verschiedenen Abschlussstufenklassen und drei Pädagogen (ein Förderschullehrer und zwei Pädagogische Mitarbeiterinnen) für direkten Cafebetrieb beteiligt. Zehn weitere Schülerinnen und Schüler arbeiten bei den Vor- und Nacharbeiten mit. So werden beispielsweise die Kuchen von drei Schülerinnen der SfgB und ihrer Pädagogin in Kooperation mit einer Hauswirtschaftsklasse der örtlichen Berufsbildenden Schulen in der Lehrküche der Berufsschule hergestellt. Das Marktcafe besteht seit Oktober 1993, und ist ein permanenter fest verankerter Inhalt der Arbeit der Schule am Klosterplatz. Die Durchführung ist nicht von Beliebigkeiten abhängig, sondern es gehört am Markttag als öffentliches Cafe zum Stadtteilgeschehen. Motivierend für die Arbeit ist das große Interesse vieler Künstlerinnen und Künstler aus der nahen und fernen Umgebung, die ihre Arbeiten im Marktcafe der Öffentlichkeit präsentieren möchten. Die große Zufriedenheit der Stammgäste und vieler neuer wöchentlich wechselnder Gäste sind ständiger Motor, das Projekt als Lernmöglichkeit für die Schülerinnen und Schüler und als Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Schule am Klosterplatz weiterzuführen. Die erreichten Ziele und gemachten Erfahrungen qualifizieren die Schülerinnen und Schüler erfolgreich für: Ø die Absolvierung von Betriebspratika in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes Ø die Arbeit in einem örtlichen Restaurant im Rahmen der Werkstatt für Behinderte Ø den schulischen Übergang in eine Hauswirtschaftsklasse (Berufsvorbereitungsjahr) der Berufsbildenden Schulen Ø die Einstellung in Arbeitsbereiche des ersten Arbeitsmarktes, die keine berufliche Ausbildung erfordern